Mi 19.11.08

Universität Zürich

ACHIEVEMENTS, FAILURES & LEGACIES OF THE YOUNG TURK REVOLUTUION OF 1908
Prof. Dr. Feroz Ahmad

Prof. Dr. Feroz Ahmad ist Leiter des Historischen Departements an der Yeditepe Universität in Istanbul. Ahmad unterrichtete an der Columbia Universität, der Massachusetts Universität und in Harvard.

So 02.11.08  14.00h–15.00h

Kunsthalle Basel

AHMET OĞÜT & NOVEMBER PAYNTER IM GESPRÄCH
Mit Ahmet Öğüt, November Paynter

Ergänzend zu der Einzelausstellung Mutual Issues, Inventive Acts des türkischen Künstlers Ahmet Öğüt im April dieses Jahres (20.04.-08.06.2008), präsentiert die Kunsthalle Basel eine Veranstaltung in zwei Teilen: Catching Breath, ein Filmprogramm, kuratiert von November Paynter, sowie ein anschliessendes Gespräch zwischen der Kuratorin und Ahmet Öğüt.

Di 11.11.08  17.00h

Offene Kirche Elisabethen (EBRU Vernissage)

Mi 12.11.08  20.00h

Kleiner Saal, Musik-Akademie Basel (Konzert)

Do 13.11.08  20.00h

Zi. 5-021, Musik-Akademie Basel (Workshop)

Arif Erdebil

Solokonzert und Workshop auf der Ney (türkische Rohrflöte)

Arif Erdebil studierte türkische Musik bei Akagündüz Kutbay in Istanbul. Er trat mit verschiedenen Meistern der türkischenMusik, u.a. mit Burhan Öçal in der Schweiz auf. Sein Instrument ist die Ney, eine Schilfrohrflöte, deren Geschichte bis weit indie Vergangenheit zurückreicht und die in der aktuellen Kunstmusik einen bedeutenden Platz eingenommen hat.

Di 18.11.08  20.30h

Kaserne, Basel

So 16.11.08  18.30h

Rote Fabrik, Zürich

Sa 22.11.08  20.00h

Theater Chur

Sa 29.11.08  20.00h

Dampfzentrale, Bern

AYDIN TEKER: harS
Aydın Teker, Ayse Orhon

Eine Tänzerin untersucht die Beziehung zwischen dem menschlichem Körper und einem vom Menschen erfundenen Instrument – der Harfe. Ayşe Orhon, Harfenistin und Tänzerin, erforscht die räumlichen und kinetischen Möglichkeiten des Instrumentes und kommt dabei zu überraschenden Ergebnissen: Körper und Gegenstand begegnen sich auf unbekanntem Terrain, verbinden sich scheinbar miteinander, bleiben aber doch deutlich autonom. Es entsteht ein Dialog von geometrischer Klarheit, Virtuosität und Kontrolle.

Aydın Teker ist eine Pionierin im Bereich des zeitgenössischen türkischen Tanzes. Sie begann ihre Karriere am Staatsballett in Ankara, tanzte und unterrichtete mehrere Jahre in den Vereinigten Staaten und gründete 1992 die Aydın Teker Dance Company in Istanbul. Koproduktion: Alkantara, Biennale Bonn, Baltoscandal Festival, Rotterdamse Schouwburg, KunstenFESTIVALdesarts, Culturescapes Koproduziert von NEXT STEP, mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Kommission. In Zusammenarbeit mit Tanztage Basel. Publikumsgespräch zusammen mit Taldans am 20.11. nach der Doppelvorstellung.

Do 13.11.08  20.00h

Gare du Nord, Basel

AYLİN AYKAN: Klavierrezital
Türkische Komponisten im Spiegel der Zeiten
Mit Aylin Aykan

Werke von İsmâîl Dede Efendi, Fâik Edhem Bey, Fatma Bint Nuri, Hasan Ferid Alnar, Cemal Reşit Rey, Ahmet Adnan Saygun, Hasan Uçarsu, Aylin Aykan

Aylin Aykan stammt aus einer Istanbuler Familie, ist aber in München geboren und aufgewachsen. Die Pianistin und Komponistin hat sich in den letzten Jahren besonders mit interkulturellen Projekten einen Namen gemacht. Einen besonderen Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht Aylin Aykan in der Zusammenstellung von Programmen, die auf ebenso einleuchtende wie unterhaltsame Weise musikalische Verbindungen über kulturelle und zeitliche Grenzen hinweg hörbar machen.

Im Gare du Nord lädt sie zu einer Entdeckungsreise durch die vielfältige Komponisten-Landschaft der Türkei, fern aller gängigen „Alla Turca“- und Folklore-Klischees, ein.
Auf dem Programm stehen Klavierstücke früher Osmanischer Komponisten sowie Werke von Adnan Saygun, Cemal Reşit Rey, Ferid Alnar, Hasan Uçarsu und Aylin Aykan.
Die Besonderheiten der vorgestellten Werke beleuchtet Aylin Aykan mit kurzen persönlichen Erläuterungen.

Do 06.11.08 –
Mi 26.11.08

Zeughaus

BEHİC AK – Karikaturen aus Eurasien
Kuratorium: Karin Plaschy Vernissage / Opening: DO 06.11. 18:30h Öffnungszeiten / Open: MI–FR 17:00–20:00h, SA–SO 14:00–17:00h Tel 044 944 27 06
Mit Behiç Ak

Der in Istanbul lebende populäre Autor, Regisseur, Journalist und Karikaturist Behiç Ak zeichnet in seinen Karikaturen das Bild einer modernen türkischen Gesellschaft im Alltag, die so gar nicht den Klischees vom Orient entspricht. Behiç Aks sarkastischer Blick zeigt Zerrbilder unserer Konsumgesellschaft, gefühlskalte Egoisten, die einzig die Gier nach nach materieller Sicherheit beseelt.

Sa 06.12.08  20.30h

Kaserne, Basel (Moderation: Andrea ‹Primo› Bettini)

BOXEO 14 ‹1001 Nacht›
Veranstalter: Boxclub Basel, Lesegesellschaft, Kaserne und Culturescapes

BOXEO 14 unternimmt eine Reise in ‹1001 Nacht› mit Boxkämpfen inmitten einer orientalischen Oase:

Bauchtänzerinnen, Feuerschlucker, Fakire und Flaschengeister lassen einem den Atem stocken. BoxerInnen aus der Schweiz und der Türkei müssen hingegen auf dem blauen Teppich im Ring ihre Entschlossenheit unter Beweis stellen. Die Kämpfe werden von Amateur- und Profikämpfern der Schweiz und der Türkei ausgetragen und von professionellen Ring- und Punktrichtern verfolgt und beurteilt. Mit dabei sind u.a. Blas-Miguel ‹el colorin› Martinez und Sandra ‹the silence› Brügger.

In den Pausen wird die kurdisch-deutsche Schauspielerin Berivan Kaya gemeinsam mit dem Klarinettisten Christan Kaya und dem Schlagzeuger Dim Schlichter die Zuschauer mit ‹Erotischen Geschichten aus 1001 Nacht› in ihren Bann ziehen.

‹Erotischen Geschichten aus 1001 Nacht›
König Schahriar lässt aus Rache an den Frauen (er wurde von seiner Ehefrau betrogen) jeden Abend eine junge Frau auf sein Gemach kommen, schläft schläft mit ihr und lässt sie dann umbringen. Eines Abends betritt Schahrazade sein Gemach und erzählt ihm eine Geschichte. Die Kunst ihrer Erzählung besteht darin die Geschichte am Höhepunkt enden zu lassen und damit die Neugierde des Königs zu wecken, der sie am Leben lässt um den Fortgang der Geschichte zu erfahren.

Die Erzählungen von 1001 Nacht wurden aus dem Kampf ums Überleben geboren. Während im Boxring mit Fäusten um das Interesse der Zuschauer gekämpft wird, Schahrazade mit Worten um ihr Leben kämpft, betreten die Künstler den Ring und kämpfen mit Worten und Musik um die Gunst des Publikums. Die Mittel sich hier die Zuschauer zu erobern sind andere als in einem konventionellen Theaterraum, in dem das Publikum auf Zuhören eingestellt ist. Die musikalischen Themen reichen von Oriental über Tango bis Punk.

BOXEO wurde 2001 von Kulturschaffenden und Boxfreunden gemeinsam ins Leben gerufen. Bestehend aus einem ‹Kulturabend›, gefolgt von einem ‹Boxabend›, wird an beiden Anlässen ein vielseitiges Programm zu einem speziellen Thema geboten.

www.boxeo.ch

Fr 10.10.08  16.30h–18.00h

Lesegesellschaft Basel

BOXEO 14 ‹1001 Nacht›, Lesung
Lesung: Andrea Bettini aus ‹Teestunden am Ring› (von Güney Dal)

Als Einstimmung auf die Boxkämpfe liest Andrea Bettini aus dem Roman ‹Teestunden am Ring› von Güney Dal. Es ist das Berlin der glanzvollen 20er Jahre. Inmitten von Künstlern und Bohemiens einer euphorisch bewegten Zeit begegnen wir dem Maler und Philosophen Sabri Mahir. Über Istanbul und Paris hat ihn sein Weg schließlich nach Berlin geführt, in die Stadt von Bertolt Brecht und Emil Jannings, Marlene Dietrich und Max Schmeling. Nebenbei arbeitet Sabri als Boxlehrer und eröffnet schon bald nach seiner Ankunft ein ‹Studio für Boxen und Leibeszucht›. Dazu zeigt das Boxmuseum original Filmausschnitte aus dieser Zeit mit der passenden Musik.

So 16.11.08  20.00h

Gare du Nord, Basel

CAMERATA VARIABILE: Ruf der Ferne
Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Evrim Demirel, Emre Sihan, Ahmed Adnan Saygun, Peter Eötvös, Frangis Ali Sade, Helena Winkelman, Philipp Eichenwald
Mit Camerata Variabile, Evrim Demirel

Im ersten Programm ist es die Sehnsucht nach dem Unbekannten, der Ruf der Ferne, der die Komponisten (Eötvös –Derwischtanz, Winkelman – Vertonung eines Rumi - Gedichtes) in ihren Bann zieht. Dass uns dabei der Nahe Osten zum Teil fremder erscheint als viel weiter entlegene Orte, macht ihn zu einem umso würdigeren Ziel eines kulturellen Austausches. Die grösste Herausforderung bei der Zusammenstellung dieses Programms war die Tatsache, dass die meisten türkischen Komponisten, die für ein westliches Instrumentarium schreiben, auch hauptsächlich Kompositionstechniken der westlichen Moderne verwenden, sodass unsere Suche nach dem unverwechselbaren Klang oder der speziellen Intonation dieser Landstriche oft im Sande verlief. Die nun ausgewählten Werke verfügen jedoch über diese von uns gesuchten Qualitäten.

Neben der Aufführung von Werken türkischer Komponisten wie Demirel und Saygun oder der Aserbajdschanischen Komponistin Frangis Ali - Sade dürften weitere Höhepunkte des Konzertes sicher die Uraufführung eines Werkes des jungen türkischen Komponisten Emre Sihan sowie die Schweizer Erstaufführung einer Rumi -Vertonung für Streichquartett und Flöte von Helena Winkelman sein. Eine selten zu hörende Komposition ist sicherlich Mozarts Adagio und Rondo mit Glasharmonika. Deren sublimer Klang spielt auch bei dem letzten, schon fast in die Ferne des Jenseits weisenden Werk „Epilog“ des Schweizers Eichenwald eine tragende Rolle.

So 02.11.08  11.00h–12.30h

Stadtkino Basel

Catching Breath

Filmprogramm kuratiert von November Paynter.

Mit Einführung der Kuratorin

Mit Arbeiten von Ahmet Öğüt

Ergänzend zu der Einzelausstellung Mutual Issues, Inventive Acts des türkischen Künstlers Ahmet Öğüt im April dieses Jahres (20.04.–08.06.2008), präsentiert die Kunsthalle Basel eine Veranstaltung in zwei Teilen: Catching Breath, ein Filmprogramm, kuratiert von November Paynter, sowie ein anschliessendes Gespräch zwischen der Kuratorin und Ahmet Öğüt.

In Anlehnung an den Begriff der Hoffnung, den Ahmet Öğüt häufig auf seine Arbeiten anwendet, beinhaltet das Programm Videoarbeiten von Öğüt und weiteren Künstlern wie Ziad Antar oder Lamia Joreige Mounira Al Sol, welche die vielen Nuancen dieses Gefühls reflektieren und untersuchen. Die Spannweite der künstlerischen Referenzen reicht von der Inspiration, die aus einer unerwarteten Begegnung resultiert bis hin zu persönlichen Momenten allein. Jedes Video zeigt die jeweils eigene Perspektive auf Hoffnung, die in den künstlerischen Arbeiten wie ein frischer Atemzug wirkt.

So 30.11.08  18.30h

Qbus Uster

Mo 01.12.08  20.30h

Qbus Uster

Do 27.11.08 –
Mi 03.12.08  17.00h

Xenix, Zürich

Crossing the bridge – The sound of Istanbul

Documentary (D & TR), 2005, 90min. Collaboration with Kino Qtopia

Von Fatih Akın

Um alles über einen Ort zu erfahren, solle man sich die Musik anhören, riet Konfuzius. In ‹Crossing the Bridge› begleitet Regisseur Fatih Akın den Musiker Alexander Hacke (Bassist der Berliner Band ‹Einstürzende Neubauten›) nach Istanbul. Hacke entdeckt den Sound der Stadt als Mosaik verschiedenster musikalischer Universen, in denen sich auch die unterschiedlichen Lebensstile, Generationen und Herkünfte ausdrücken.

Fr 07.11.08  20.30h

Queersicht-Lounge, Bern

So 16.11.08  13.00h

Rote Fabrik, Zürich

So 16.11.08  16.00h

Rote Fabrik, Zürich

DAS ANDERE ISTANBUL
Mit Döndü Kiliç

Ungeschminkt blickt Döndü Kılıç in verschiedenen Episoden auf die schwule und transsexuelle Szene in Istanbul. Hier gelingt ein messerscharfes und sensibles Dokument, das offene Diskriminierung wie auch Mitgefühl und Akzeptanz vor Augen führt.

So 30.11.08  18.00h

Kaserne, Basel (im Anschluss Publikums- gespräch)

Di 02.12.08  20.00h

Kaserne, Basel

DER SCHREI DER EURYDIKE / EVRİDİKE’NİN ÇIĞLIĞI
Mit Studio Oyunculari, Şahika Tekand

In türkischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Der Stoff ist so alt wie das Theater selbst: In Theben tobt ein Bürgerkrieg, in dem sich die Brüder Eteokles und Polyneikes, die beiden Brüder von Antigone, gegenseitig töten. Der neue Herrscher Kreon verbietet, die Leiche des Polyneikes zu bestatten. Doch Antigone stellt ihr eigenes Gewissen über das Gesetz und glaubt, den Göttern mehr gehorchen zu müssen als den Menschen. Sie erhebt sich damit über die Staatsmacht und zieht den furchtbaren Zorn des Herrschers auf sich. Kreon will Antigone für ihren Ungehorsam steinigen lassen, doch sein Sohn Haimon und seine Frau, Eurydike, ergreifen Partei für sie …

«Mit jähen Cuts, Blackouts, Lichtwechseln wird die Tragödie um Religion, Staatsraison und weiblichen Widerstand rasend schnell verdichtet – in einer furiosen Sprach-Licht-Körperchoreographie. (..) als Herrscher Kreon lässt der zungenartistische Akteur Şerif Erol im Schwarzhemd-Look eines fanatischen Kemalisten die politische Demagogie jeder Couleur implodieren. Antigone droht statt des Felsenkerkers die Steinigung, und die neu eingeführte Mutter Eurydike, von der Autorin selbst gespielt, wird mit den Worten Heiner Müllers aus dem Schluss seiner „Hamletmaschine“ zur Rächerin der verfolgten Frauen.“ (Peter von Becker, Tagespiegel, Berlin)

Die Schauspielerin, Autorin, Regisseurin und künstlerische Leiterin der Istanbuler Theatergruppe Studio Oyuncuları, Şahika Tekand, befasst sich seit einigen Jahren intensiv mit den Tragödien des Sophokles. «Evridike’nin Çığlığı» ist der letzte Teil einer Trilogie.

Sa 22.11.08 –
So 23.11.08  19.15h

Xenix, Zürich

DEVRİMCİ GENÇLİK KÖPRÜSÜ (A Bridge at the Edge of the World)

Am 22.11. in Anwesenheit der Filmemacherin Bahriye Kabadayı

Mit Kabadayi Bahriye

Eindrücklich zeigt die junge Filmemacherin Bahriye Kabadayı in ihrem Dokumentarfilm unterschiedliche Gesichter der Türkei im Westen und im Osten, in der modernen Metropole Istanbul und in der feudal geprägten Stadt Hakkari. Sie nähert sich dem türkisch-kurdischen Verhältnis und erinnert an den Enthusiasmus einer Generation von damals, auch als Brücke für die Jugendlichen von heute.

Do 06.11.08  18.15h–20.00h

Universität Basel

DIE TÜRKEI – DAS NÄCHSTE EU-MITGLIED? BEDINGUNGEN HÜBEN WIE DRÜBEN

Eine Paneldebatte mit Experten und Publikum
(in deutscher Sprache)

Ort: Hörsaal ‹Vesalianum›, Kollegiengebäude der Universität Basel, Petersplatz - Eingang via Vesalgasse (Nähe Spalentor)

Veranstalter: Europainstitut

Vor drei Jahren, im Oktober 2005, sind die Beitrittsverhandlungen der EU mit der Türkei offiziell aufgenommen worden. Das Verhältnis Europa -Türkei darf jedoch nicht auf die Frage der EU-Mitgliedschaft reduziert werden. Dennoch bestimmt es gerade mit seiner diffusen Qualität die Haltung zur Beitrittsfrage, wie auch die Beitrittsfrage wiederum das allgemeine Verhältnis bestimmt.

Experten verschiedener Fachrichtungen und Standorte diskutieren an diesem Abend zusammen und anschliessend mit dem Publikum die Beitrittsbedingungen. Damit sind nicht einzig die für alle Beitrittskandidaten geltenden so genannten Kopenhagener Kriterien gemeint, sondern die auf beiden Seiten relevanten politischen Verhältnisse - die Bedingungen im Sinne der sozial gegebenen Verhältnisse in der EU und in der Türkei, aber auch im Sinne der Konditionen, die man selbst für wichtig hält.

Do 13.11.08  16.30h

Universität Zürich

DR. BAHAEDDIN SHAKIR (1874–1922) - A youngturk excellence
Şükrü Hanioğlu

Şükrü Hanioğlu, promovierter Politologe, hat sich auf die späte Osmanische Geschichte spezialisiert und lehrt an der Princeton Universität in den U.S.A. Sein Forschungsschwerpunkt bildet die Jungtürken Bewegung. In Princeton ist Hanioğlu Leiter der Nahost-Studien.

Di 11.11.08 –
Mo 17.11.08

Offene Kirche Elisabethen

EBRU (Fotografien von Attila Durak)
Öffnungszeiten: DI–FR 10:00–20:00h, SA 10:00–18:00h, SO 13:00–18:00h
Attila Durak

Vor mehr als sieben Jahren begann Attila Durak mit dem Projekt Ebru, auf deutsch ‹marmoriertes Papier›, – einer mitreissenden und ergreifenden photographischen Reise, die in den Porträts von 44 ethnischen Gruppen die reiche multikulturelle Geschichte der Türkei ausleuchtet.

 

Attila Durak erklärt: «Ich war schon immer neugierig was die persönlichen Geschichten der Menschen angeht, die ich fotografiere. Die Portraitfotografie kann individuelle und gesellschaftliche Erfahrungen dokumentieren und die Betrachter dazu bringen, die Geschichten der Subjekte zu erwägen. Es sind die Menschen hinter den Bildern, die mich dazu inspirierten die verschiedenen Orte zu besuchen, Menschen zu begegnen, die in unterschiedlichen sozialen Bedingungen leben, ihre Geschichten durch meine Fotografien zu erzählen, und ihren Lebensgeschichten Langlebigkeit, wenn nicht sogar Dauer, zu verleihen.»

 

Fr 07.11.08  22.00h

bee-flat im PROGR, Bern

Electronic Tribal: DJ İpek – Clubbing a la turka
DJ İpek

‹Eklektik Berlinistan› nennt die DJ-Dame İpek den hippen Stil, mit dem sie die Clubs in Ausnahmezustände versetzt. In der Reihe ‹Electronic Tribal›lassen am selben Abend die DJs Silence & Ben I Sabbah diePlattenteller drehen.

Sa 15.11.08  20.00h

Gare du Nord, Basel (IGNM-Konzert)

ENSEMBLE PHOENIX BASEL mit NEVA ÖZGEN (Kemençe) & DİDEM DERMEN (Kanun)
Dirigent: Jürg Henneberger
Mit Evrim Demirel, Jürg Henneberger, Ensemble Phoenix

Das Ensemble Phoenix Basel, eine Gruppe von bis zu 25 Musikerinnen und Musikern, setzt sich seit seiner Gründung 1998 gezielt für zeitgenössische Musik ein. Im In- und Ausland sucht das Ensemble die Zusammenarbeit und Auseinandersetzung mit renommierten, aber auch mit noch wenig bekannten KomponistInnen unserer Zeit.

Im Gare du Nord spielen die Musiker zusammen mit der Kemençe Spielerin Neva Özgen und Didem Dermen (auf dem Kanun). Die Komposition für Kanun und Ensemble ‹On the Back Streets of the Old Istanbul› von Hasan Uçarsu entstand 2001 als Auftragswerk im Rahmen von Yo-Yo Mas ‹Silk Road Projects›. Evrim Demirel, der zur Zeit sein Masterstudium in Komposition bei Theo Loevendi am Konservatorium von Amsterdam abschliesst, hat für diesen Abend das Auftragswerk ‹Darb-i dugah› für Kemençe, Kanun und Ensemble komponiert.

Programm

Evrim Demirel: Neues Werk (UA) für Kemençe, Kanun und Ensemble

Hasan Uçarsu: "On the Back Streets of he Old Istanbul" (2001) für Klarinette, Schlagzeug, Harfe, Kanun und Violoncello – ca. 15'

Sadık Uğraş Durmuş: "Çengi" (2006) für Klarinette, Bassklarinette, Tuba, Schlagzeug, Viola, Violoncello und Kontrabass – ca. 8'

Balz Trümpy: "Gesang der Ferne" (1990) für Instrumentalensemble – 16’

I. Eingang und Kanon
II. Lied
III. Kanon und Ausgang

Fr 21.11.08 –
Sa 22.11.08  20.30h

the bird’s eye jazz club, Basel

Di 18.11.08  20.30h

Moods, Zürich

So 23.11.08  20.00h

Theater Chur

Fr 21.11.08 –
Sa 22.11.08  21.45h

the bird’s eye jazz club, Basel

ERKAN OĞUR - TELVİN
Mit Telvin Trio

‹Telvin› bedeutet Färbung – ein Wechsel von Farben, ein Stimmungswechsel. Im Falle des türkischen Star-Gitarristen Erkan Oğurs kann man auch von einem Gitarrenwechsel sprechen, denn er wechselt innerhalb dieser variablen musikalischen Konstellation oft zwischen akustischer Gitarre, türkischer Kopuz (Langhalslaute) und E-Gitarrre hin und her. Der Begriff ‹Telvin› fasst somit die Musik dieses Ensembles außerordentlich gut zusammen. Er ist aber ebenso eine passende Beschreibung des Jazz. Auch bei Telvin wird Improvisation groß geschrieben. Davon zeugt die technisch versierte und hoch-kreative Besetzung: Turgut Alp Bekoğlu am Schlagzeug, Evrim Demirel an den Keyboards und İlkin Deniz an Kontrabass und E-Bass. Erkan Oğur selbst – ein Meister verschiedener Stile, der sich gerne als jemand beschreibt, der auf der Suche nach Musik ist – treibt das Experiment voran, verschiedene Genres aus verschiedenen Teilen der Welt mit traditioneller türkischer Musik zu vereinen. Die daraus entstehenden Kompositionen sind mal seicht, mal temporeich, doch immer fesselnd und innovativ. Entlang virtuoser Improvisationen, mit zahlreichen Farben- und Stimmungswechseln, fließt Telvin zu etwas Einzigartigem zusammen.

Sa 01.11.08  19.00h

Theater Basel

Eröffnung
Mit Doğuş Kindersinfonieorchester, Burhan Öçal , DJ İpek

Grosse Bühne 19:00h
Das Doğuş Kindersinfonieorchester und das Schweizer Trio Nota Bene versuchen sich in dieser erstmaligen Zusammenarbeit an Beethovens Tripelkonzert. Dieses anspruchsvolle Werk ist selten zu hören, denn es verlangt ein Klaviertrio, das solistische Brillanz mit kammermusikalisch präzisem Spiel verbindet. Das Doğuş Kindersinfonieorchester wurde 2006 gegründet und vereint, unter der Leitung von Rengim Gökmen, Talente von 10 bis 16 Jahren aus elf türkischen Konservatorien. Die Musiker des Trios Nota Bene haben durch viele erfolgreiche Projekte und Konzerte auf sich aufmerksam gemacht. Zur Uraufführung gelangt das Auftragswerk von Julien Zufferey, dem Geiger des Trios.

Foyer ca. 21:00h
Der Perkussionist Burhan Öçal taucht mit dem Istanbul Oriental Ensemble, in neuer Besetzung mit jungen Roma-Musikern, in die facettenreiche Klangwelt des Istanbuler Basars Kapalı Çarşı ein.

Foyer ca. 23:00h
Die türkischstämmige Berlinerin DJ İpek İpekçioğlu bewegt weltweit ihr Publikum. Ihren Stil nennt sie ‹Eklektik BerlinIstan› und mischt musikalische Traditionen mit modernen Strömungen der Metropole Istanbul.

dazwischen
Buffet im Foyer mit türkischen Spezialitäten: Meze und Rakı.

Fr 14.11.08  16.00h

NT-Areal, Basel

Esmahan Aykol
Mit Esmahan Aykol

Esmahan Aykol, 1970 in Edirne in der Türkei geboren, lebt heute in Berlin und Istanbul. Während des Jurastudiums arbeitete sie als Journalistin für verschiedene türkische Zeitungen und Radiosender. Später eröffnete sie zusammen mit einer Freundin eine Bar, die bald pleite ging. Die Freundin eröffnete anschliessend eine Buchhandlung, und Esmahan Aykol schrieb einen Roman, der in dieser Buchhandlung (sowie in der ganzen Türkei) reissenden Absatz fand: Hotel Bosporus.

Mi 05.11.08  20.00h

Martinskirche, Basel

Di 04.11.08  19.30h

Tonhalle, Zürich

Fazıl Say & Zürcher Kammerorchester
Mit Muhai Tang (Dirigent), Fazıl Say

Fazıl Say gilt als einer der herausragenden Musiker des 21. Jahrhunderts.

Obwohl in der Türkei aufgewachsen, liegen Fazıl Says musikalische Wurzeln bei den grossen Komponisten der westlichen Kultur. Als Pianist und Dirigent packt er das Publikum mit seiner Energie, seinem Feuer und einer einzigartigen Risikobereitschaft. Als einer der meist gespielten Komponisten seiner Generation verbindet er Klassik mit Jazz und türkisch folkloristischen Klängen. Selbst Mozarts oft gehörte Klavierkonzerte werden unter seinen Fingern zu einer neuen Entdeckung. (Barbara Pfister)

Mi 19.11.08  21.00h

Stadtkino Basel

Mi 26.11.08  18.30h

Stadtkino Basel

Do 20.11.08 –
Fr 21.11.08  19.15h

Xenix Zürich

Sa 22.11.08 –
So 23.11.08  16.00h

Kino Kunstmuseum, Bern

Gitmek (My Marlon & Brando)

Die wahre Geschichte einer Liebe zwischen den Fronten des Irakkrieges: Basierend auf Damgacis wahren Erlebnissen und erzählt in ihren Briefen an ihren Geliebten Hama Ali, nachgestellt von den echten Akteuren unter der Regie des Dokumentarfilmers Hüseyin Karabey. Der Titel bedeutet im Türkischen ‹sich selber entfernen›.

Am 19./20./22.11. in Anwesenheit von Ayca Damgaci und Hüseyin Karabey

So 30.11.08

Qbus Uster

Güne şe Yolcu luk - Reise zur Sonne

Spielfilm TR 1999, 104 min. Zusammenarbeit mit Kino Qtopia

Von Yeşim Ustaoğlu

Die aus dem Osten der Türkei stammende Regisseurin Yeşim Ustaoğlu entwirft ein lebhaftes Porträt von Istanbul als kulturellen Schmelztiegel, wimmelnd vor Widersprüchen; ein Ort, wo die Staatsmacht bereit ist, auf den geringsten Widerstand mit totalitärer Repression zu reagieren.

Mo 10.11.08 –
Sa 15.11.08

ROTE FABRIK (Performances)

Sa 15.11.08

ROTE FABRIK (Konzert)

Di 18.11.08 –
Fr 28.11.08

Kaserne, Basel (Performances)

Sa 29.11.08

Dampfzentrale, Bern (Konzert)

HA ZA VU ZU
Ha Za Vu Zu

Ha za vu zu ist eine Künstlergruppe, deren Ziel darin besteht, den künstlerischen Prozess einfach und praktisch zu gestalten. Ha za vu zu wird vom 10. bis 15. November als ‹artists in residence› in der Roten Fabrik zu Gast sein und von hier aus verschiedene Kunstaktionen entwickeln. Dazu gehören u.a. Foto-Karaoke, Performances, Stadt-Interventionen, Aktionen und ein Konzertabend.

Sa 15.11.08  16.30h

Literaturhaus Basel

Hasan Ali Toptaş

Mittels des Schreibens durchbricht, Hasan Ali Toptaş, 1958 in Buldan geboren, die Routine seines Beamtenlebens. Er sucht im Begrenzten das Unbegrenzte. In seinem aktuellen Roman ‹Die Schattenlosen› spürt man eine magische Beziehung zur türkischen Sprache. 2006 wurde er mit dem Orhan-Kemal-Preis, dem angesehensten Literaturpreis der Türkei, ausgezeichnet.

Sa 08.11.08  20.30h

Schlachthaus, Bern

So 09.11.08  19.00h

Schlachthaus, Bern

So 23.11.08  19.30h

Kaserne, Basel

Do 13.11.08 –
Fr 14.11.08  21.15h

Rote Fabrik, Zürich

HÄSSLICHES MENSCHLEIN / ÇİRKİN İNSAN YAVRUSU
Mit Oyun Deposu

Doppelabend mit ‹Mehmet liebt Frieden› / Cıplak Ayaklar Kumpanyası

Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung.

In türkischer Sprache mit deutschen Untertiteln

Drei Frauen - eine Kurdin, eine Lesbe und eine Frau mit Kopftuch erzählen über ihr Leben in der Türkei. Gemeinsam ist den drei so verschiedenen Frauen eines: alle müssen sich den Vorurteilen und dem Druck der Gesellschaft stellen.

Ihre Geschichten, die reale Erfahrungen wiederspiegeln, werden mit einer zweiten Ebene verwoben, die auf Hans Christian Andersens Märchen ‹Das hässliche Entlein› basiert. Im Gegensatz zum Märchen, in dem das ‹Entlein› nicht über seine Gefühle spricht, beginnen die Frauen die emotionalen Spuren der Machtausübung und des Drucks zu formulieren. Es entsteht ein Theaterabend, der spielerisch leicht Realität und Märchen mit choreografischen Mitteln verbindet.

Die junge Theatergruppe oyun deposu stellt mit ihrem ersten Stück die Frage nach möglichen Lebenskonzepten in Parallelgesellschaften und fordert das Publikum zu einer Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung auf.

Mo 01.12.08 –
Do 04.12.08  18.00h–20.00h

Kaserne, Basel

HIP HOP – WORKSHOP MIT MAKALE ‹MUNDART VERSUS TÜRKISCH›

Gegenstand des Workshops ist es, ein Hip-Hop-Stück zu kreieren. Die türkische Sprache und schweizerische Mundart werden verwendet, um zu zeigen, wie Basler Jugendliche türkischer Herkunft sowohl die Sprache ihrer Ursprungskultur als auch die Sprache ihres Wohnortes (Basler Mundart) benutzen, um ihren Alltag zu beschreiben und zu bewältigen. Die Kultur des Hip-Hop ist oft unter jungendlichen Ausländern und Kindern der zweiten Generation anzutreffen. Hip-Hop erlaubt es ihnen, ihre Situation, ihre Fragen und ihre Kreativität auszudrücken. Die Sprache (Mcing) wird in Reimen gestaltet und ist ein zentrales Element des Hip-Hop, das eine der vier Disziplinen dieser Kultur repräsentiert. Andere Disziplinen sind der Tanz (break), die Grafik (u. a. Graffiti) und die Musik (DJ). Den Höhepunkt des Workshops bildet der Auftritt der jungen MCs mit ihren eigenen Lyrics beim Konzert von Makale.

4 HipHop Workshops (Text, MCing) von je 2 Stunden in der Kaserne

Sa 01.11.08  22.15h

Stadtkino Basel

Fr 07.11.08  17.30h

Stadtkino Basel

Mo 10.11.08  21.00h

Stadtkino Basel

Mo 01.12.08 –
Mi 03.12.08  19.15h

Xenix Zürich

İKLİMLER (Climates)
Nuri Bilge Ceylan, Arif Asçı

TR 2006; 101' OV / d (35 mm, Farbe)

Mit Ebru Ceylan, Nuri Bilge Ceylan, Nazan Kırılmıs, Mehmet Eryılmaz, Arif Asçı, Can Özbatur, Ufuk Bayraktar, Fatma Ceylan

Der Archäologe Isa und die Fernsehproduzentin Bahar verbringen einen gemeinsamen Sommer-Urlaub. Doch auch die Hitze kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihre Beziehung an einem Nullpunkt angekommen ist. In ihre Beziehung ist Sprachlosigkeit eingekehrt, in ihren Gesten liegt Hilflosigkeit.

Eine faszinierende Studie über ein Paar in der Krise und die menschliche Unfähigkeit zum Glück, dargestellt vom Regisseur und seiner Frau Ebru Ceylan selbst. Grossartiges Kino von Nuri Bilge Ceylan, das wegen seiner Unerbittlichkeit nicht von allen gleichermassen geliebt werden wird.

Vorfilm im Xenix Zürich: World Cinema, Ethan Coen, Joel Coen, Frankreich 2007; OV/d (DVD, Farbe)

 

Fr 21.11.08  10.00h–17.00h

Kaserne, Basel

Interdisziplinärer Workshop
Mit Taldans

Für professionelle Tänzer/Choreographen, Künstler/Architekten und Studenten (in engl. Sprache) What is the modulation for factory, for body, for sound?

Taldans arbeitet mit den Workshop-Teilnehmern einen Tag gemeinsam über das Thema ihres neuen Stückes, in dem es um Systeme geht. Ausgehend von den Produktionsabläufen in einer Fabrik, kreiert Taldans ein Modulsystem, das Aktion, Körper und Stimme verbindet und ihre Unvollkommenheiten als Risse im System thematisiert.

Anmeldung: buero@kaserne-basel.ch

In Zusammenarbeit mit Tanztage Basel und dem Tanzbüro IG Tanz.

Di 04.11.08 –
Mi 05.11.08  20.30h

the bird’s eye jazz club, (LEVİN – MEDITERRANEAN SEXTET)

Di 11.11.08 –
Mi 12.11.08  20.30h

the bird’s eye jazz club, (LEVİN – MEDITERRANEAN SEXTET)

Di 25.11.08 –
Mi 26.11.08  20.30h

the bird’s eye jazz club, (ULAŞ NESİL – MELODIYA RUHEN ME)

Jazz vom Orient bis zum Okzident
Integration von türkisch-kurdischen Einflüssen in der Jazzmusik
Mit Levin Değer

Workshops für Schulklassen und Konzerte von Ulaş Nesil & Levin Değer (Studenten der Hochschule für Musik, Abteilung Jazz Basel) Der Kurde Ulaş Nesil, Sänger und Autodidakt auf anatolischen, mesopotamischen und orientalischen Instrumenten, und der türkischstämmige Levin Değer, dessen neuestes Album ‹Divan› im April 2008 erschien, suchen Wege, ihre eigene traditionelle Musik in die westliche Improvisationsmusik zu integrieren. In den Workshops analysieren sie Unterschiede von orientalischer und westlicher Musik und setzen diese musikalisch um.

Workshops und Konzerte:
Levin Değer 04./05./11./12. November, Ulaş Nesil 24./25. November o. n. Absprache. Weitere Infos: www.birdseye.ch, the bird's eye jazz club, Tel 061 263 33 41.

Sa 08.11.08  22.15h

Stadtkino Basel

Mo 17.11.08  18.30h

Stadtkino Basel

Mo 24.11.08 –
Mi 26.11.08  19.15h

Xenix Zürich

KASABA (Die Kleinstadt)

TR 1997; 85' OV / d (35 mm, s/w)

Mit Nuri Bilge Ceylan

Mit Cihat Bütün, Emin Ceylan, Fatma Ceylan, Muzaffer Özdemir, Havva, Sağlam, Emin Toprak

Ceylans erster abendfüllender Spielfilm basiert auf einer autobiografischen Kurzgeschichte seiner Schwester Emine Ceylan, die auch die Dialoge des Films geschrieben hat. Mit Minicrew und Minibudget realisiert, zeichnet er verschiedene Stationen einer Kindheit nach, die stark durch das Familiengefüge geprägt sind. Mit poetischem Blick ergründet er die Sünden der Väter und den Sinn unserer Existenz.

Di 04.11.08  19.00h

Unternehmen Mitte, Basel

Di 11.11.08  19.00h

Unternehmen Mitte, Basel

Di 18.11.08  19.00h

Unternehmen Mitte, Basel

Di 25.11.08  19.00h

Unternehmen Mitte, Basel

KLEINASIEN – BRÜCKE ZWISCHEN ZWEI WELTEN

Vortragsreihe

Mit Joachim Daniel

Themen:

1. Am Ursprung der Kultur - Göbekli Tepe und Çatal Hüyük, Kleinasien in der Steinzeit und der Antike (04.11.)

2. Kaiser und Galiläer - Kleinasien als Wiege des Christentums (11.11)

3. Halbmond und Kreuz - Kleinasien im Mittelalter (18.11)

4. Vom "Kranken Mann am Bosporus" zur modernen Türkei (25.11)

Fr 05.12.08  21.00h

Kaserne, Basel

Konzert: MAKALE & FRIENDS
Sa 08.11.08  10.00h–18.00h

Goetheanum, Dornach

KULTURTAG SUFISMUS – DIE INNENSEITE DES ISLAM
Mit Joachim Daniel, Prof. Dr. Mahmud Erol Kılıç

Ein Gespräch beginnt mit der Suche nach Gemeinsamkeit. Erst wenn eine Verwandtschaft gefunden wurde, wird das Fremde zum Reiz, wird das Andere als ‹anders› entdeckt.

In der Begegnung von Christentum und Islam, den beiden grössten Religionen, stellt sich am Eingang auch die Frage nach ihrer Verwandtschaft. Wer auf diese Weise fragt, kommt bald auf die islamische Mystik, den Sufismus als einer Brücke zum Christentum.

In Zusammenarbeit mit Culturescapes wird sich der Kulturtag ‹Sufismus – die Innenseite des Islam› mit prominenten Künstlern und Forschenden des islamischen Kulturkreises auf die Suche der Verwandtschaft der beiden Religionen begeben, die sich weniger im Anschaubaren, in Moschee und Kathedrale, sondern vielmehr in ihren Innenseiten entdecken lassen.

Fr 14.11.08  15.15h

Stadtkino Basel

Mo 24.11.08  21.00h

Stadtkino Basel

Fr 28.11.08  17.30h

Stadtkino Basel

Mo 10.11.08 –
Mi 12.11.08  21.15h

Xenix Zürich

MAYIS SIKINTISI (Clouds of May)

Eines Tages im Mai kehrt ein junger Regisseur in seinen Heimatort in Anatolien zurück, um eine Komödie zu drehen. Die Bilder in ‹Clouds of May› entstammen dem Kamerablick des Städters, der aufs Land zurückkehrt. Die Magie seiner Beobachtungen, wie eine Schildkröte über die Strasse krabbelt, sich das Gras in den Wind legt, sich Wolken zusammenziehen, wirkt noch lange nach Verlassen des Kinos nach.

So 23.11.08  18.00h

Kaserne, Basel

MEHMET LIEBT FRIEDEN / MEHMET LIEBT BARIŞ MEHMET BARIŞ’I SEVİYOR

Mihran Tomasyan / Cıplak Ayaklar Kumpanyası, Istanbul
Doppelabend mit «Hässliches Menschlein» / oyun deposu / Maral Ceranoğlu
Publikumsgespräch im Anschluss an die Doppelvorstellung. Der Titel ist vieldeutig: «Mehmet Barıs’ı Seviyor» bedeutet einerseits, dass Mehmet den Frieden liebt; andererseits wird darin auf eine homosexuelle Beziehung angespielt. Mehmet ist Mehmet Tarhan, ein homosexueller Kurde, der den Wehrdienst in der Türkei verweigert hat und dafür verhaftet wurde.

In rasch aufeinander folgenden Szenen arbeiten die Tänzer/Performer mit einer Handkamera, filmen sich gegenseitig, zitieren Computerkriegsspiele, setzen Flugzeuggeräusche, Heavy-Metal-Musik und Stroboskoplicht ein. Sind einzelne Szenen von einer bedrückenden klaustrophoben Intensität, so gibt es ebenso Momente voll subversiver Komik oder anrührender Emotionen.

Tomasyan interessiert sich für Einzelschicksale, an denen er gesellschaftliche Entwicklungen fest macht. Die Gruppe Cıplak Ayaklar Kumpanyası, was soviel wie «Barfüssige Compagnie» bedeutet, sieht sich als Diskussions- und Experimentierforum für Künstler aus verschiedenen Sparten.

Do 27.11.08  20.00h

Kaserne, Basel

Fr 28.11.08  20.00h

Theater Chur

Sa 29.11.08  20.30h

Theater Chiasso

So 30.11.08  20.30h

Dampfzentrale, Bern

Di 02.12.08  20.00h

Rote Fabrik, Zürich

Mi 03.12.08  20.30h

BFM Genf

Do 04.12.08  20.00h

Südpol, Luzern

MERCAN DEDE & STIMMHORN
Mit Mercan Dede, Stimmhorn

Das Schweizer Duo Stimmhorn, auch als Grenzgänger der helvetischen Klangtopographie bekannt, besteht aus Christian Zehnder und Balthasar Streiff. Ein Blick auf ihr individuelles instrumentalisches Repertoire reicht um zu verstehen, dass diese Paarung nur schwer einem gängigen Genre zugeteilt werden kann. Zehnder ist die Stimme, Streiff ist das Horn. Zehnder ist Voice, Obertongesang, Jodel, Wippkordeon, Orgelpfeifen, Laudola, Bandurria. Streiff ist Alphorn, Doppelalphorn, Alpofon, Büchel, Cornet, Barocktrompete, Tuba, Zink, Ziegenhorn und – man mag es kaum glauben – ebenfalls Stimme. Bezeichnet man das klanghafte Resultat als bizarr, so ist dies durchaus positiv gemeint. Stimmhorn macht anspruchsvolle Musik mit Aha-Effekt.

„Dies komische, übermütige, aber auch geheimnisvolle, bedrohliche Gekling kommentiert der Stimmakrobat Zehnder. ein göttlicher Clown zwischen Verzweiflung und Seligkeit, mit seinen atemberaubenden Kehlkopfklängen. Die beiden begnadeten Musiker schicken uns, vollkommen gelöst, auf eine Gefühlsreise über lichte Gipfel der Lust, dämmrige Plateaus der Meditation, funkelnde Klippen der Komik und Ironie bis in finstere abgründe und Wahn, Angst, Schmerzen. Das ist geistvollstes musikalisches Kammerspiel. bezaubernd, betören, rein, schön und wahr. Staunendmachend…“ (Reinhard Wengierek, Die Welt)

Beim diesjährigen Culturescapes Türkei, treffen Stimme und Horn auf Plattenteller und Ney-Flöte. Mercan Dede ist ein Reisender. Als Musiker, Produzent und DJ pendelt er zwischen seiner Wahlheimat Montreal und seinen Wurzeln am Bosporus, zwischen modernen elektronischen Soundgewölben und mystischer Sufi-Spiritualität. Mercan Dede konzipiert eine universelle Sprache, handgefertigt, in einer geheimnisvollen, magischen Verflechtung von digitalen und menschlichen Klängen. Seine Musik vereint Entspannung und Konzentration in konstanter Vorwärtsbewegung. Auf diesem Wege ist Mercan Dede zu einer Symbolfigur für die kulturelle Öffnung der Türkei geworden.

Die Kombination Mercan Dede und Stimmhorn verspricht vor allem eins zu sein: geistreich.

Mi 05.11.08  20.00h

Universität Basel

MILITÄR & POLITIK IN DER TÜRKEI

Prof. Dr. Maurus Reinkowski hat seit April 2004 den Lehrstuhl für Islamwissenschaft und Geschichte islamischer Völker an der Albert-Ludwig-Universität Freiburg inne. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der neueren und neuesten Geschichte des Nahen Ostens, vor allem zu den Gebieten, die bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts Teil des Osmanischen Reiches waren.

Di 04.11.08  20.00h

Stadtkino Basel

So 02.11.08  16.00h

Kino Kunstmuseum Bern

Moment of agency
Filmprogramm kuratiert von Fatoş Üstek Mit Einführung Veranstalter: Kunsthalle Basel
Künstler: Esra Ersen, Fatoş Üstek

Moment of Agency zielt auf die Diskussion der Bedingungen der Produktion und Kommunikation von Kunst sowie der Rolle des Künstlers als Vermittler von Bildern und Hersteller von Bedeutungen. Der Moment der Vermittlung, bzw. der Wirkung, ist der Akt selbst oder die Zeit, die der Künstler nutzt um sein Werk zu schaffen. Andererseits unterstreicht dieser das Interesse der Öffentlichkeit am Kunstwerk und die Verantwortung, die dem Künstler zugeteilt wird, jene Erwartungen zu erfüllen. Der Einfluss der direkten Umgebung macht es unmöglich, ein Werk in Isolation oder Abgrenzung zu soziokulturellen und politischen Ereignissen zu schaffen. Der Titel des Videoprogramms reflektiert die Vertretung einer bestimmten künstlerischen Haltung von türkischen Künstlern, die in Städten wie Istanbul, Berlin, Frankfurt a. M., oder Amsterdam leben und arbeiten.

Sa 15.11.08  18.00h

Literaturhaus Basel

Do 13.11.08  19.30h

Rote Fabrik, Zürich

Fr 14.11.08  19.30h

Qbus, Uster

So 16.11.08  20.00h

Theater Chur

Mo 17.11.08  20.30h

Schlachthaus, Bern

Murat Uyurkulak

Murat Uyurkulak, geboren 1972 in Aydın, studierte zunächst Jura und Kunstgeschichte und arbeitete dann als Kellner, Übersetzer, Journalist und Verleger. Heute ist er Auslandskorrespondent der Tageszeitung BirGün. Sein erster Roman ‹Zorn› wurde 2002 veröffentlicht und erregte sofort grosses Aufsehen. Dieses Erstlingswerk ist eine literarische Sensation und sorgte bei seinem Erscheinen für Furore, weil der Roman auf hohem sprachlichen Niveau sämtliche Tabus bricht. Gleichzeitig hat der junge Autor mit ‹Zorn› die inoffizielle Geschichte der Türkei von den 1950ern bis heute geschrieben.

Sa 29.11.08 –
So 30.11.08  18.45h

Xenix, Zürich

MUTLULUK (Das Glück)
Mit Zülfü Livaneli

Die 17jährige Meryem wird bewusstlos aufgefunden; sie wurde vergewaltigt und gilt von nun an als befleckt. Um die Ehre der Familie und der Dorfgemeinde wieder herzustellen, soll sie sterben. Meryems Cousin Cemal wird beauftragt, das Ritual in Istanbul zu vollziehen. Als sich der Weg von Meryem und Cemal mit dem des Soziologie-Professors Irfan Kurudal kreuzt, bekommen Glück und Reinheit eine neue Bedeutung.

Fr 05.12.08  19.30h

Stadt- & Regional- bibliothek, Uster

Necla Kelek & Yusuf Yeşilöz
Mit Necla Kelek, Yusuf Yesilöz

Necla Kelek, in Istanbul geboren, kam mit zehn Jahren nach Deutschland. Sie forscht und publiziert zu den Themen Religion und Migration. Auf der Frankfurter Buchmesse 2008 erschien ihr neues Buch ‹Bittersüsse Heimat›. Yusuf Yeşilöz, geboren 1964 in einem kurdischen Dorf in Mittelanatolien, lebt in Winterthur und arbeitet als freier Autor, Übersetzer und Filmemacher. Sein neuer Roman ‹Gegen die Flut› ist vor kurzem erschienen.

Do 30.10.08 –
Mi 26.11.08

Kino Xenix, Zürich

Sa 01.11.08 –
So 30.11.08

Stadtkino Basel

Sa 01.11.08

Kino Kunstmuseum, Bern

Sa 22.11.08 –
So 23.11.08

Kino Kunstmuseum, Bern

NURİ BİLGE CEYLAN & DIE Türkei zwischen Okzident & Orient
Nuri Bilge Ceylan, Yilmaz Güney

Die ‹ergänzte› Nuri Bilge Ceylan Retrospektive, präsentiert vom Stadtkino Basel (Nicole Reinhard) in Kooperation mit dem Kino Xenix, Zürich (Beat Schneider), lädt zu einer Entdeckungsreise ein. Soziale und individuelle Umbrüche zwischen Tradition und Moderne setzt er in Filmen wie ‹Three monkeys› eindrücklich und mit feinem visuellen Humor ins Bild. Filme von Yılmaz Güney, Fatih Akın und jungen Filmemacher komplettieren die Filmreihe. 

Fr 28.11.08  16.00h

Museum Tinguely, Basel

Fr 28.11.08  20.30h

the bird’s eye jazz club, Basel

Fr 28.11.08  21.45h

the bird’s eye jazz club, Basel

Sa 29.11.08  20.30h

the bird’s eye jazz club, Basel

Sa 29.11.08  21.45h

the bird’s eye jazz club, Basel

Önder Focan - Swing a la turc
Mit Önder Focan

Önder Focan verweist in seinem „Swing a la Turc Project“ auf die genreüberschreitenden Möglichkeiten und Ursprünge des Jazz. In experimentier- und improvisierfreudiger Besetzung werden Melodien aus der traditionellen türkischen Musik zu Swing, Funk oder Latin Grooves harmonisiert. Begleitet wird dieses ausdrucksvolle Spektrum vom unverkennbaren Klang der Ney-flöte von Volkan Yılmaz gespielt, der schon u.a. mit Altmeister Erkan Oğur musiziert hat. Mit von der Partie ist auch Erkan Akyol, einer der gefragtesten Kontrabassisten der türkischen Jazz-Szene, der zudem in der klassischen Musik national und international tätig ist. Nicht minder wichtig in der Türkei, aber auch international erfahren, ist der junge Schlagzeuger Ediz Hafızoğlu. Das Projekt wurde initiiert und wird vervollständigt durch das warme und innovative Gitarrenspiel von Önder Focan. Trotz und gerade wegen all der verschiedenen Einflüsse, die in dieser Musik ihren Ausdruck finden, ist und lautet das notwendige Fazit: Das ist Jazz!

Fr 14.11.08  19.00h

Literaturhaus Basel

Oya Baydar
Mit Oya Baydar

Oya Baydar, geboren 1940, engagierte sich früh in der politischen Linken. Sie lebte u. a. viele Jahre in Deutschland, bevor sie aufgrund einer Amnestie 1992 in die Türkei zurückkehren konnte. Seit ihrer Rückkehr arbeitet sie als Journalistin, Publizistin und Schriftstellerin.

Ihr aktueller Roman ‹Verlorene Worte› erzählt von einer Familie aus dem heutigen Istanbul Elif, Deniz und Ömer. Jeder von ihnen lebt ein anderes Leben, jeder dieser Wege repräsentiert die gesellschaftlichen Themen der modernen Türkei. Ein großer Gegenwartsroman, der Fragen nach Gewalt, Humanismus, Toleranz, Liebe und der Fähigkeit zur Selbstkritik in den Mittelpunkt stellt.

Fr 14.11.08  19.30h

Rote Fabrik, Zürich

QUO VADIS TÜRKEI?

Eine Diskussionsveranstaltung mit Rednern aus der Türkei und der Schweiz zum aktuellen politischen und gesellschaftlichen Geschehen in der Türkei im Hinblick auf die Entwicklung des demokratischen Staates und den ihm drohenden Gefahren.

Do 06.11.08  20.00h

Offene Kirche Elisbethen

Fr 07.11.08  21.00h

Offene Kirche Elisbethen

So 09.11.08  17.00h

Stadthofsaal Uster

Sema – Derwische aus Konya
Mit Staatsensemble für klassische türkische Musik

Das Staatsensemble für klassische türkische Musik (İstanbul Tarihi Türk Müziği Topluluğu) pflegt das Erbe der klassischen Sufi-Musik. Das Ensemble wurde 1991 mit der Unterstützung des Kulturministeriums der Türkei in Istanbul gegründet und steht unter der Leitung von Ömer Tuğrul İnançer. Während den Auftritten werden zu den Liedern des Dscherrahi-Ordens traditionelle Zeremonien der Drehenden Derwische des Mevlevi-Ordens aufgeführt. Am Anfang eines «Tanzes» steht der Sheikh auf einem roten Fell, das den Mittelpunkt der Welt darstellt. Die Tänzer tragen einen schwarzen Umhang über dem weißen Gewand. Der Umhang symbolisiert das Grab und der Hut den Grabstein. Nach der Segnung durch den Sheikh und somit der Auferstehung aus dem Grab legen sie das Grabtuch ab und beginnen zum Klang der Ney sich zu drehen. Die rechte Handfläche zeigt nach oben um den Segen Gottes zu empfangen, die linke Handfläche zeigt nach unten um den Segen in dieser Welt zu verteilen. Der Mevlevi-Dhikr wurde im Jahr 2005 in die UNESCO-Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.

Di 11.11.08  20.00h

Goetheanum, Dornach

Sufi & Bach
Mit Howard Griffiths (Dirigent)

Das Konzert ‹Sufi/Bach› bietet eine einmalige Begegnung zwischen Orient und Okzident auf musikalischer Ebene: Sufische Gesänge und Derwischtänze sowie die Kantaten BWV 93 und 107 von J. S. Bach – dramaturgisch unterstützt von Texten zur christlichen und sufischen Mystik.

Historisch gemeinsam ist dem Islam und dem Christentum die Angst vor dem sinnlichen Genuss, den die Musik bewirkt und der sich so leicht über das Wort legt. Also verdammte der Hl. Hieronymus noch den Gesang als Werk des Teufels, konnte sich gegen den Hl. Ambrosius aber nicht durchsetzen, da die engelhafte Musik eben gerade ihrer sinnlichen Wirkung wegen als Mittel, das Unsagbare auszudrücken, in die Liturgie Eingang fand. Im Islam überlebte der sich der Musik verpflichtende Orden des Sufismus, der die Wirkung der Musik bis zur Trance/Ekstase bewusst als religiöse Praxis einsetzt, Lust und Genuss also mit einbezieht. Dazu gehört auch der berühmte Kreistanz der Derwische.

‹Sufi/Bach› beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit das in beiden Religionen idealisierte Wort in eine sinnliche Erfahrung überführt werden kann, und ob nicht auch die formal strenge Musik von Bachkantaten ekstatische Wirkung entfalten kann. Dazu werden die Texte sowohl des islamischen Philosophen Mevlana als auch der gespielten Bachkantaten näher vorgestellt. In der Gegenüberstellung beider Musikformen wird Gemeinsamkeiten und Gegensätzen des Islams und des Christentums nachgegangen und eine mögliche Verwandtschaft der mystischen Wirkung deren Musik aufgespürt – als Annäherung an das Göttliche in beiden Religionen.

Sa 01.11.08  15.00h

Stadtkino Basel

So 02.11.08  17.30h

Stadtkino Basel

Mo 03.11.08  21.00h

Stadtkino Basel

Do 06.11.08  21.15h

Xenix Zürich

Fr 07.11.08  21.15h

Xenix Zürich

So 09.11.08  21.15h

Xenix Zürich

Sürü (Die Herde)
Türkei 1978; 129' OV/df (35 mm, Farbe)

Mit der Hochzeit Şivans und Berivans sollte die Fehde zwischen den beiden Familien beendet werden. Doch die Konflikte drohen wieder auszubrechen, da es dem Paar misslingt Nachwuchs zu zeugen. Dieser Klassiker der Achtzigerjahre markiert einen Höhepunkt des türkischen Kinos: Die präzisen Bilder mit eigentümlich roher Kraft versinnbildlichen den Kampf um Selbstbestimmung und Solidarität im Aufeinanderprallen zweier Kulturkreise.

So 09.11.08  20.00h

Burghof, Lörrach

Di 11.11.08  20.30h

Moods, Zürich

So 16.11.08  20.30h

bee-flat Bern

TAKSİM TRİO
Mit Taksim Trio

Taksim, so heisst ein geschäftiger Platz im kreativen Istanbuler Szeneviertel Beyoğlu. Genauso zentral ist das Taksim Trio für die moderne türkische Musik. Die drei Instrumentalisten Hüsnü Şenlendirici (Klarinette), İsmail Tunçbilek (Bağlama) und Aytaç Doğan (Quanun) gehören zu den herausragenden Figuren der türkischen Szene. Sie kreieren betörende Sounds zwischen orientalischer Tradition, Jazz, Ambient und Avantgarde – klingende Arabesken!

Ob ‹Taksim› nun einen Knotenpunkt in Istanbul oder die Kunst der Improvisation beschreibt, hier treffen sich drei Koryphäen auf Klarinette, Baglama und Kanun und schaffen Musik zwischen Tradition und Avantgarde, Arabesken und Jazz. Hüsnü Şenlendirici, İsmail Tunçbilek und Aytaç Doğan sind drei der bekanntesten Instrumentalisten der Türkei, denen man die tiefe Verbundenheit mit ihren Instrumenten anhört. Die Musik von Taksim Trio schleicht sich mit einer unwiderstehlichen Gelassenheit in den Kopf des Hörers um dort nach und nach zu ihrer vollen Entfaltung zu gelangen.

Die Vertrautheit der drei engen Freunde offenbart sich in musikalischen Phrasen, die sie sich gegenseitig zuwerfen und manchmal in längeren Improvisationen umsetzen. İsmail Tunçbilek sagt: «Das Auf und Ab des Lebens, der Ärger, die Gefühle - all das findet sich hoffentlich in meinen Stücken. Sie entstehen, wenn wir zusammenspielen, und ich habe sie auch nie aufgeschrieben.»

Hüsnü Şenlendirici (Klarinette, Duduk), İsmail Tunçbilek (akustische und elektrische Bağlama), Aytaç Doğan (Kanun)

Auf Langhalslaute, Trapezzither und Klarinette flochten die drei ein dichtes Netz aus Melodien, Themen und Rhythmen. Spielerisch, wie aus dem Nichts entstanden aus den zumeist von bekannten türkischen Musikern stammenden Themen Stücke von ungeheurer Dichte und Faszination.

Do 20.11.08  19.30h

Kaserne, Basel

Di 18.11.08  20.30h

L'Usine, Genf

Do 27.11.08  20.00h

Dampfzentrale, Bern

TALDANS: ‹GRAF›
Mit Taldans, Mustafa Kaplan, Filiz Sızanlı

In der Graphentheorie bezeichnet der Begriff «Graph» eine mathematische Struktur aus Knoten und Kanten. Beide Elemente spielen in diesem Stück für zwei Tänzer eine Rolle, sowohl in der Gestaltung des Bühnenraums, als auch imBewegungsvokabular von Filiz Sızanlı und Mustafa Kaplan. In der abstrakten Szenografie von Erki De Vries wird der Raum immer wieder durch Fäden und Knoten in neue Zellen zerteilt, in denen sich die beiden Körper orientieren und anpassen – auch gegen offensichtliche physische Widerstände. Teils solo, teils zu zweit gehen die Tänzer dem Phänomen nach, wie Spannung entlang der Körper und der geometrischen Linien geleitet wird.

Taldans ist heute eine der wegbereitenden freien Gruppen im zeitgenössischen Tanz. Mustafa Kaplan studierte Elektrotechnik und Telekommunikation, liess sich dann zum Tänzer ausbilden, gehörte der Modern Dance Company an und erarbeitete später eigene Choreographien. Filiz Sızanlı studierte Architektur, wandte sich nach ihrem Examen dem Tanz zu und arbeitete mit vielen Protagonisten des zeitgenössischen türkischen Tanzes.

www.taldans.com

In Zusammenarbeit mit Tanztage Basel.

Publikumsgespräch zusammen mit Aydın Teker am 20.11. nach der Doppelvorstellung.

Do 27.11.08 –
Fr 28.11.08  19.15h

Xenix, Zürich

TÜREV (Ableitung)
Mit Ulaş Inaç

Nazim wollte Schriftsteller werden, doch verdient er sich den Lebensunterhalt als Werbefachmann. Süreyya führt dank wohlhabender Familie ein sorgloses Leben, wünscht sich aber nichts sehnlicher, als zu heiraten. Buket schreibt ihre Abschlussarbeit, für die sie Nazim und Süreyya einspannt. Aus einem anfänglichen Spiel entwickelt sich Inaçs Low-Budget-Film zu einem erfrischenden Grossstadt-Triangel über Liebe und Lügen.

Vorfilme:

Meine Mutter lernt Kino,
Nesimi Yetik, Türkei 2007; 3' 25'' OV/d (Beta SP, Farbe)
Mit Dudu Yetik, Nesimi Yetik
Ein junger türkischer Regisseur versucht, seiner
Mutter die Grossen der Filmgeschichte nahezubringen.
Ein Sprachkurs der besonderen Art.

Burger Dreams,
Muhittin Bilginer, Selçuk Ergen, Erik Louis Tvedt,
Türkei/UK 2007; 2' 20''
Tue einem Tier nie etwas grundlos zuleide ...

Sa 15.11.08  22.30h

Rote Fabrik

TÜRKISCHE FRÜCHTCHEN

Kurze Experimentalfilme aus der Türkei. Noch vor wenigen Jahren waren Arbeiten in der Schnittmenge von audiovisueller Kunst und Filmkunst in der Türkei kaum vorzufinden, doch in jüngster Zeit, gibt es auf internationalen Filmfestivals, die sich mit dem Thema Kurz- und Experimentalfilm befassen, immer häufiger spannende und interessante Filme und Videos von jungen türkischen KünstlerInnen zu sehen.

Mi 05.11.08  21.00h

Stadtkino Basel

Sa 08.11.08  21.15h

Xenix Zürich

Vorpremiere: ÜÇ MAYMUN (Three Monkeys)
Nuri Bilge Ceylan, TR 2008; 109' OV / df (35 mm, Farbe, Scope)
Mit Nuri Bilge Ceylan

Wie in der Fabel von den drei Affen, die sich gemäss europäischer Interpretation weigern, die Wahrheit zu sehen, zu hören und auszusprechen, verstricken sich die Figuren im neusten Film von Nuri Bilge Ceylan in einem Geflecht von Lügen. Die komplexen Wahrheiten liegen dabei in den Blicken, Gesten und Bewegungen. Die Auszeichnung für die beste Regie in Cannes widmete der türkische Regisseur bei der Preisverleihung seinem einzigartigenHeimatland.

 

Sa 22.11.08  22.00h

Stadtkino Basel

Do 27.11.08  18.30h

Stadtkino Basel

Sa 29.11.08  15.00h

Stadtkino Basel

Do 13.11.08 –
So 16.11.08  19.00h

Xenix Zürich

UZAK (Weit)

TR 2002; 110' OV / df (35 mm, Farbe)

Mit Nuri Bilge Ceylan

Mit Muzaffer Özdemir, Emin Toprak, Zuhal Gencer, Nazan Kırılmış, Feridun Koc, Fatma Ceylan

In durchkomponierten Gemälden fängt Ceylan die Stimmungen der beiden ungleichen Cousins, dem zweifelnden Fotografen Mahmut und dem jungen Yusuf, der auf der Suche nach einem nach Istanbul kommt, ein und entdeckt im dargestellten Leben der Grossstadt humorvolle Feinheiten. So ist die in Cannes mit dem grossen Jury-Preis ausgezeichnete Tragikomödie «wie das Windspiel im Fenster, dessen Melodie tröstend von anderen Rhythmen (...) erzählt» Anke Leweke.

Di 11.11.08 –
Do 27.11.08

Offene Kirche Elisabethen, Basel

Vielfältige Identitaten: Wer bin ich? (Kunst/Videoinstallation)
Öffnungszeiten: DI–FR 10:00–20:00h, SA 10:00–18:00h, SO 13:00–18:00h

Heute leben schätzungsweise rund 120’000 Personen, die aus der heutigen Türkei kommen, in der Schweiz. Einige dieser individuellen Geschichten begegnen uns in dieser Videoinstallation. Trotz scheinbar unüberbrückbarer Konflikte und bei aller Differenz beteiligen sich die ProtagonistInnen aktiv an der von der Swiss Academy for Development (SAD) 2007 gegründeten Dialoggruppe.

Sa 01.11.08  17.00h

Theater Basel

Völkerwanderung
Mit Prof. Dr. rer. soc. Dirk Baecker (Prof.)

Dirk Baecker: «Die These, die ich vertreten möchte, lautet, dass sich die Einheit der Vielfalt Europas einer kulturellen Codierung verdankt, die ihrerseits das Ergebnis eines für die Geschichte und in der Geschichte Europas zentralen Stresserlebnisses ist. Dieses Stresserlebnis, die Jahrhunderte der Völkerwanderung vor und nach der christlichen Zeitenwende, hat so viel mit der gegenwärtigen Situation der Weltgesellschaft und ihren Migrationen zu tun, dass Europa als Modell wirken kann. Man bewundert die Friedensleistung Europas in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts; und man importiert eine Kulturleistung, die das Produkt von Gewalt, Krieg und Frieden ist.» Dirk Baecker lehrt Kulturtheorie und Kulturanalyse an der Zeppelin University in Friedrichshafen am Bodensee und lebt in Basel.

Sa 01.11.08  10.30h–16.30h

Theater Basel

VON BELGRAD NACH ISTANBUL. ILLEGALES BAUEN UND SEINE AUSWIRKUNGEN AUF DIE STADTENTWICKLUNG
Symposium des S AM Schweizerisches Architekturmuseum Basel in Kooperation mit Culturescapes Mit Filmscreening ‹X Daireler / X Wohnungen› (Tarlabaşı 2008)
Mit Orhan Esen

Das Symposium baut eine konzeptionelle Brücke zwischen der S AM Ausstellung ‹Balkanology› und Culturescapes –Türkei. Vertreter unabhängiger urbanistischer Initiativen und Stadtexperten diskutieren informelles Bauen und unregulierte Städteplanung. Beleuchtet werden urbane Phänomene hierzu in Südosteuropa sowie die ‹Gecekondu› Architektur und Typologien in der Türkei. Wie erreicht man Nachhaltigkeit in diesen Regionen? Welche Rolle spielen Architekten und Planer in dem Spannungsfeld zwischen Investoren, NGOs und der städtischen Verwaltung?

Mo 10.11.08  18.30h

Universität Basel

VORTRAGSREIHE: TÜRKEI – ZWISCHEN GESCHICHTE, TRADITION UND MODERNE

Türkei – Aufbruch wohin? Die türkische Demokratie historisch betrachtet

Christiane Schlötzer

Veranstalter: VHS beider Basel

Die Vortragsreihe beleuchtet an vier Abenden die Geschichte der Türkei, das gesellschaftspolitische Zusammenspiel zwischen Tradition und Moderne, die türkische Migration und die Beziehungen zwischen der Türkei und der Schweiz einerseits und der EU andererseits.

Weitere Termine:

17. & 24.11., 01.12.2008

Mo 17.11.08  18.30h

Universität Basel

VORTRAGSREIHE: TÜRKEI – ZWISCHEN GESCHICHTE, TRADITION UND MODERNE

Leben auf Bruchlinien zwischen Tradition & Moderne

Amalia van Gent

Veranstalter: VHS beider Basel

Die Vortragsreihe beleuchtet an vier Abenden die Geschichte der Türkei, das gesellschaftspolitische Zusammenspiel zwischen Tradition und Moderne, die türkische Migration und die Beziehungen zwischen der Türkei und der Schweiz einerseits und der EU andererseits.

Weitere Termine:

10. & 24.11., 1.12.2008

Mo 24.11.08  18.30h

Universität Basel

VORTRAGSREIHE: TÜRKEI – ZWISCHEN GESCHICHTE, TRADITION UND MODERNE

Türkei – Schweiz: Migration als bindender Faktor

Veranstalter: VHS beider Basel

Die Vortragsreihe beleuchtet an vier Abenden die Geschichte der Türkei, das gesellschaftspolitische Zusammenspiel zwischen Tradition und Moderne, die türkische Migration und die Beziehungen zwischen der Türkei und der Schweiz einerseits und der EU andererseits.

weitere Termine:

10. & 17.11, 1.12.

Mo 01.12.08  18.30h

Universität Basel

VORTRAGSREIHE: TÜRKEI – ZWISCHEN GESCHICHTE, TRADITION UND MODERNE

Türkei & Europa: eine lange & mühsame Annäherung

Werner van Gent

Veranstalter: VHS beider Basel

Die Vortragsreihe beleuchtet an vier Abenden die Geschichte der Türkei, das gesellschaftspolitische Zusammenspiel zwischen Tradition und Moderne, die türkische Migration und die Beziehungen zwischen der Türkei und der Schweiz einerseits und der EU andererseits.

Weitere Termine:

10., 17. & 24.11.2008

Di 02.12.08  19.30h

Qbus Uster

Mo 01.12.08  18.30h

Universität Basel

Werner van Gent - Die Stimme aus Istanbul

Wer kennt sie nicht, die Stimme aus Istanbul? Seit über einem Dutzend Jahren schon berichtet Werner van Gent an Radio und Fernsehen vom Bosporus – sachlich, einfühlsam und kompetent. Ob es um die AKP, um Rakı oder um Galatasaray geht, stets weiss er die Zuhörerschaft mit lebendigen Korrespondentenberichten und Reportagen zu fesseln – und damit zu erreichen.

Fr 14.11.08  17.00h

NT-Areal, Basel

Yadé Kara
Mit Yadé Kara

Yadé Kara, geboren 1965 in Çayırlı (Türkei), studierte Anglistik und Germanistik. Sie arbeitete als Schauspielerin, Lehrerin, Managerin und Journalistin in Berlin, London, Istanbul und Hongkong. Sie lebt in Berlin. Für ihren 2003 erschienenen Roman ‹Selam Berlin› erhielt sie 2004 den Deutschen Bücherpreis für das beste Debüt und den Adelbert-Chamisso-Förderpreis. ‹Selam Berlin› wurde in mehrere Sprachen übersetzt und ist zum Beispiel in Italien Schullektüre.

Sa 08.11.08  19.30h

Stadtkino Basel

So 09.11.08  15.15h

Stadtkino Basel

Mi 12.11.08  18.30h

Stadtkino Basel

Mo 17.11.08 –
Mi 19.11.08  19.00h

Xenix Zürich

YOL (Die Reise)

CH 1982; 114' OV / df (35 mm, Farbe)

Von Yilmaz Güney, Şerif Gören

Mit Tarık Akan, Şerif Sezer, Halil Ergün, Meral Orhonsay, Necmettin Çobanoglu, Semra Uçar, Hikmet Çelik

Fünf Strafgefangene erhalten einen Hafturlaub. Doch statt Freiheit und Glück finden die fünf Gefangenen in ihrer Heimat ein neues Gefängnis. Güney stellte seinen berühmtesten heimlich gedrehten Film erst nach seiner Flucht nach Paris und in die Schweiz fertig. «Ein politisch wie menschlich aufrüttelndes Epos, frei von falschem Pathos und ohne die Absicht billiger Denunziation.» (Lexikon des internationalen Films).

Fr 14.11.08  15.00h

NT-Areal, Basel

Yusuf Yeşilöz

Der 23jährige Yusuf Yeşilöz kam 1987 als Flüchtling in die Schweiz. Heute lebt und arbeitet er als freier Autor, Übersetzer und Filmemacher. Seine Romane sind Zeugnisse der so genannten fünften Literatur der Schweiz. In seinem neuen Roman ‹Gegen die Flut› beweist sich Yeşilöz als genauer Beobachter, der von Grenzgängen zwischen seiner alten Heimat und der Schweiz erzählt.

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