ERÖFFNUNG CULTURESCAPES POLEN

Mit Performance-Künstler Wojtek Ziemilski, Kochjournalistin Monika Kucia und Regisseurin Marta Górnicka.
Credits: © Marta Ankiersztejn
Credits: © Wojtek Ziemilski
Credits: © Montague Project
Credits: © Magda Hueckel

Gemeinsam mit dem Schweizer Andreas Wilhelm kreiert der Theater- und Performance-Künstler Wojtek Ziemilski etwas Einzigartiges – die Essenz Polens. In einer Kombination aus Performance und Vortrag inszeniert er zur Eröffnung der 15. Ausgabe von CULTURESCAPES Traumlandschaften mit einer Wolke von realen und fiktiven Bezügen. Das Entstehende vermittelt Liebhaber_innen von Nervenkitzel und überraschenden Entwicklungen ein Gefühl, ein flüchtiges Bild, eine imaginäre Beziehung zu einer abstrakten und sinnlichen Sache, die ein Land ist.

Nach den Festreden von Regierungsrat Dr. Hans-Peter Wessels, Vize-Direktorin des Adam Mickiewicz Institut Monika Grochowska und Festivaldirektor Jurriaan Cooiman stellt Lebensmittelautorin und Kuratorin Monika Kucia im Foyer des Theater Basels gemeinsam mit der Szenografin Dominika Kulczyńska performativ und interaktiv verschiedene Aspekte des polnischen Essens aus: Auf einem Erlebnispfad, bei Kurzfilmen oder der Souvenirsektion «Take a piece of Poland» darf das Publikum ausprobieren, schmecken, anfassen, riechen und fühlen – «all inclusive».

Anschliessend spiegelt Regisseurin Marta Górnicka in der chorischen Inszenierung «Hymne an die Liebe» den Identitätsdiskurs, der in Polen und in vielen anderen Ländern in den letzten Jahren Aufwind erfährt. Es ist ein Stück über Europa, das die Reihen festigt und schreit: Gebt uns unser Land zurück! Das Bild eines KZ-Orchesters und der Holocaust werden zum Ausgangspunkt einer Auseinandersetzung mit den erstarkenden nationalistischen Tendenzen in Europa und der Flüchtlingskrise. Marta Górnicka demonstriert die brutale Sprache der heutigen Politik, verweist auf den im Internet um sich greifenden Hass, zitiert Erklärungen von Politiker_innen sowie Aussagen von Fundamentalist_innen und Terrorist_innen und konfrontiert sie mit Pop-Songs und patriotischen Liedern. «In ‹Hymne an die Liebe› singt ein Chor aus Menschen jeglicher Herkunft für eine Gemeinschaft ohne Ausgrenzung. Präzise und nuancenreich. Hohe Kunst». (Der Tagesspiegel)

 

14.00-18.00 Uhr, Kunsthalle Basel
Performance mit Alex Baczynski-Jenkins 

18.00 Uhr, Foyer Grosse Bühne, Theater Basel 
Wojtek Ziemilski, «Essence of Poland»

Festreden:
Dr. Hans-Peter Wessels, Regierungsrat
Monika Grochowska, Vizedirektorin Adam Mickiewicz Institut
Jurriaan Cooiman, Direktor CULTURESCAPES

18.45 Uhr, Foyer Grosse Bühne, Theater Basel 
Monica Kucia, «All Inclusive»

20.30 Uhr, Grosse Bühne, Theater Basel
Marta Górnicka, «Hymne an die Liebe»
 
Im Anschluss Party
 

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