Vernissage: Wiktoria Wojciechowska & Lucas Olivet

Wiktoria Wojciechowska skizziert ein facettenreiches Porträt des Krieges in der Ukraine. Lucas Olivet schlägt eine imaginäre und transnationale Antwort vor.
Credits: ©Lucas Olivet
Credits: © Wiktoria Wojciechowska

Die Ende 2014 begonnene Serie «Sparks» von Wiktoria Wojciechowska skizziert ein facettenreiches Porträt des Krieges in der Ukraine. Das Projekt ist eine Kombination von Fotografie, Video, Installationen und Collagen und basiert auf der Begegnung der Fotografin mit jungen Soldat_innen. Sensibel angelehnt an Klischees und dadurch weit von einer Heroisierung dieser jungen Männer entfernt, verraten die Fotos ihre Zerbrechlichkeit, ihre Fehler und Zweifel. Wiktoria Wojciechowska wurde in Lublin, Polen geboren. Ihre Arbeiten, die mit dem Oskar Barnack Leica Newcomer Award, La Quatrième Image sowie dem Young Talents et Humanity Photo Award ausgezeichnet wurden, waren u.a. auf Festivals in Arles, Lille, Paris und Warschau zu sehen.

Das Projekt «Kopiec Bonawentura» entstammt einem Zitat von Alfred Jarry’s Ubu Roi: «Was aber die Handlung betrifft, die nun beginnt, so findet sie in Polen statt, das heisst Nirgendwo.» Und wenn Polen an mehreren Orten gleichzeitig existierten würde? Lucas Olivet schlägt eine imaginäre und transnationale Antwort vor, die er sowohl in Polen als auch in den Exilländern der Diaspora, allgemein Polonia genannt, situiert. Lucas Olivet ist Absolvent der École de photographie in Vevey. Er wird vertreten durch den Galeristen und Verleger Jörg Brockmann und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Swiss Photo Award. Seine Arbeiten wurden in der Photobastei in Zürich, im Photoforum Pasquart in Biel, bei den Rencontres d'Arles oder am Unseen Amsterdam ausgestellt.

Eintritt frei.

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